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„Corpus fragilis“; Holz, Glasmosaik, 300 cm
Wettbewerb ausgelobt vom BBK
Hessen und Land Hessen für den Skulpturenpfad am
Schlossberg Bad Wildungen, realisiert nach Preisverleihung.
Erläuterung:
„Corpus fragilis“ ist nicht unbedingt mit „zerbrechlicher Körper“,
sondern eher mit „vergängliche Materie“ zu übersetzen.
Vergänglichkeit – das ist das Thema dieses Stammes.
Vergänglich nicht nur das Blaue Blut der
Schlossherren, worauf mit der Farbe blau hingewiesen werden soll,
sondern auch Vergänglichkeit der Natur (grün) und nicht zuletzt des
Betrachters selbst, der sich in den Spiegelsteinen spiegelt. Auch
die Umgebung spiegelt sich und durch das Loch oben im Stamm sieht
man abermals die Umgebung der Natur, die sich nach und nach ihre
Materie zurück holt. Das Loch, durch das das Mosaik wächst, ein
Hinweis, dass der Baum schon wieder halb vergangen ist.
Der Stamm wird umschlungen, nach und nach eingenommen
von diesen drei Farben/Materialien, ummantelt, geschützt.
Die Farbtöne liegen bei blau zwischen kobaltblau,
himmelblau bis hellblau, bei grün in warmen Grüntönen, wie das
Laub.
Das Material ist Glasmosaik, frostfest, ebenso das
Spiegelglas. Der Stamm ist unter den geklebten Flächen 4 mm
abgetragen, um eine möglichst ebene Oberfläche zu erhalten, an der
das Regenwasser abfließen und sich nicht sammeln kann.
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