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Es war wie ein Virus, von dem ich infiziert war, und ich wollte mehr darüber lernen. Deshalb besuchte ich im Jahr 2000 einen Workshop bei dem englischen Mosaikkünstler Martin Cheek in Griechenland. Es war ein internationales Treffen von Künstlern aus der ganzen Welt und ich hatte eine enorm gute Zeit! Dort kam ich das erste Mal in Kontakt mit Glasmosaik, Ceraton und Smalten. Den Hammer, den ich bis dahin für die Fliesen benutzt hatte, tauschte ich nun ein gegen eine Mosaikzange. Aus diesem Workshop brachte ich den ersten Schmetterling auf Netz mit nach Hause, und nachdem mich im Garten ein „nackter“ Stein anschaute und ich den Schmetterling darauf klebte, war die Idee mit den Tieren auf Gartensteinen geboren. 2001 dann ging ich für eine Woche in die Mosaikschule von Luciana Notturni in Ravenna. Die antike Technik des Mosaiklegens wurde uns anhand von Details aus alten byzantinischen Mosaiken beigebracht sowie das Arbeiten mit Smalten und Marmor mit Hammer und Keil. In den folgenden Jahren machte ich viele Übungsstücke in alter Technik und in Kombination zum „Splittermosaik“, auf der Suche nach meinem eigenen Stil. Es gab Themen wie die „Mauer der Weiblichkeit“, wo ich fünf Frauenfiguren gestaltete und in Glasmosaik umsetzte, „Paradisische Begleiter“, wo ich meine erste Skulptur „Corpus fragilis“ schuf und die Verbindung von Glasmosaik und Holz austestete. Mosaik in Verbindung mit Natur erscheint mir als eine gute Kombination, die Wirkung ist enorm und die Gestaltung reduziert sich auf´s Wesentliche. Doch es bleibt nicht nur bei der rein materiellen Verbindung, inhaltlich und sinnbildlich ist es mir wichtig, die absolut lebenswichtige Abhängigkeit von Mensch und Natur darzustellen in meiner Serie „Matronas“ von 2008. Mosaik als Medium ist für mich eine Möglichkeit geworden, aus der Seele zu sprechen und Menschen zu erreichen, denen es auch wichtig ist, unsere Welt zu erhalten und zu schützen, um sie lebenswert und auch ein bisschen bunter zu machen. Meine Begeisterung für dieses Ausdrucksmaterial und den Umgang damit gebe ich gerne in meinen Kursen weiter. Der Kontakt zu anderen Mosaikkünstlern und der Austausch untereinander ist über die Jahre sehr wichtig gewesen, aus diesem Grund haben wir uns im März 2008 als DOMO – Deutsche Organisation für Mosaikkunst e.V. gegründet. Ziele des Vereins sind die Erhaltung und Verbreitung der Mosaikkunst sowie gemeinsame Ausstellungen etc.
Kurze Vita
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